Logo der Hannah-Arendt-Initiative und Botschaft "Schutz von Medienschaffenden und Medien aus Krisenregionen".

Netzwerk zum Schutz von Journalist*innen und Medien weltweit

Hannah-Arendt-Initiative

Wir sind ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen, das auf Initiative und mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefährdete Journalist*innen weltweit bei ihrer wichtigen Arbeit schützt und unterstützt. Schwerpunktmäßig richtet sich die Initiative derzeit an Journalistinnen und Journalisten aus Russland, Belarus, Ukraine, Sudan und Mittelamerika.

Projekte der Hannah-Arendt-Initiative beinhalten zum Beispiel Trainingsmaßnahmen, regionale Stipendienprogramme und Exil-Journalismus-Zentren in Drittländern sowie entsprechende Maßnahmen im Exil in Deutschland.  

Partnerorganisationen dieses Schutzprogramms sind unter anderem die DW Akademie, der European Fund for Journalism in Exile (JX Fund), MiCT – Media in Cooperation and Transition und das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF). 

Das Programm ist dem Gebot der Staatsferne und der staatlichen Neutralität verpflichtet. Die Förderung erfolgt allein nach meinungsneutralen Kriterien und durch unabhängige Jurys, auf die staatlicherseits kein Einfluss genommen wird. 

Aktuelles aus den Projekten

Symbolbild - Hände auf einer Laptoptastatur.

Im Exil leben, im Beruf bleiben: Folgen für russische Journalisten

Digitale und finanzielle Unsicherheiten, dauerhafter Druck – russische Exilmedienschaffende müssen viele Schwierigkeiten meistern. Über die Lage der von ihren Organisationen Geförderten sprachen Maral Jekta (JX Fund) und Diana Shahbazyan (DW Akademie) mit dem Deutschlandfunk.

Hören Sie den Beitrag von Sascha Wandhöfer hier.

Zwei Journalistinnen stehen in der Dunkelheit. In der Mitte befindet sich eine Kamera mit beleuchtetem Display. Die Journalistin rechts im Bild beleuchtet die Szene mit einer Lampe.

Vier Jahre Angriffskrieg: Journalismus im Ausnahmezustand

Ukrainische Journalist*innen arbeiten seit vier Jahren unter extremen Bedingungen. Dazu zählen Stromausfälle, eisige Kälte, Gefahr durch Drohnen, psychische Belastung und schwere persönliche Verluste. MiCT unterstützt sie mit einem Stipendienprogramm und dem „Kyiv Media Hub“.

Mehr zum Engagement für ukrainische Journalist*innen erfahren Sie hier auf Englisch.

Ein Journalist in Schutzkleidung sitzt in einer sehr dunklen Umgebung. Neben ihm eine Person in Armeebekleidung.

Journalismus in der Ukraine: Resilienz ist „keine vage Eigenschaft“ 

Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs verweist ECPMF auf die Resilienz ukrainischer Journalist*innen. Trotz tödlicher Risiken, struktureller Schädigungen und großer persönlicher Verluste berichten viele weiter – doch nicht alle sind gleichermaßen resilient.

Mehr zu Herausforderungen und Perspektiven ukrainischer Medienschaffender.

Hannah Arendt auf einer Schwarzweiß-Fotografie mit Hut, um 1940.

Medienschaffende im Fadenkreuz der Mächtigen

In Zeiten anhaltender Kriege, zunehmender Repression und schrumpfender Freiräume stärkt die #HannahArendtInitiative weiter unabhängige Stimmen weltweit. Im 50. Todesjahr ihrer Namensgeberin bieten die Programme Schutz, setzen auf Vernetzung und eröffnen Perspektiven. Im Heimatland oder im Exil.

Hier geht’s zum Jahresrückblick 2025.

Eine Collage von vier Bildern. Das Hauptbild zeigt zwei verschleierte Frauen in einer Interviewsituation. Hinter ihnen sitzen weitere verschleierte Frauen teils an Tischen.

Afghanische Journalist*innen berichten weiter

Auch vier Jahre nach der Machtübernahme durch die Taliban unterstützt MiCT afghanische Journalist*innen im Land und im Exil. Neben Stipendien und psychosozialer Hilfe liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung afghanischer Berichterstattung – für ein weltweites Publikum.

Auswahl aktueller Berichte afghanischer MiCT Fellows.

Berichtenswertes der Netzwerkpartner

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz schüttelt Olena Vysokolian von Suspilne die Hand am Stand der DW Akademie beim Café Kyiv 2026.

DW Akademie: Unterstützung für ukrainische Medien

Vier Jahre nach Beginn des Krieges verfolgen die DW Akademie und ihr Partner Suspilne einen Ansatz, der auf die Zukunft der Ukraine ausge-richtet ist: Der öffentlich-rechtliche Sender produziert Inhalte für Kinder und Jugend-liche. Die Projekte zur Medien- und Informationskompetenz helfen der Jugend, Falsch- und Desinformation zu erkennen.

Hier geht’s zum Artikel.

Ein Mann mit Baseball-Cap gestikuliert mit seinen Händen.

″Ohne Unterstützung werden Exilmedien verschwinden″

Meduza ist Russlands größtes unabhängiges Medienunternehmen. Die Redaktion arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 2014 aus dem Exil. Die DW Akademie sprach mit ihrem Chefredakteur Ivan Kolpakov über die Besonderheiten und Herausforderungen der Berichterstattung.

Hier geht’s zum Interview.

Logo "JX Fund".

Internationaler Jour-nalismus: Darum sind Exilmedien wichtig

Sie decken Korruption auf, entlarven Desinformation und berichten von sich abschotten-den Regimen – oft, wenn andere längst verstummt sind. Exilmedien stärken Demo-kratien und bereichern die internationale Bericht-erstattung. Zahlreiche Beispiele dafür hat der JX Fund gesammelt. 

Hier geht’s zum Bericht auf Englisch. 

Printversion der Studie "Media in exile".

DW Akademie: Studie zur Resilienz von Exilmedien

Trotz politischer Repression, Vertreibung und einge-schränktem Zugang zu ihren Herkunftsländern ist die Arbeit von Exilmedien aus Afghanistan und Myanmar wirkungsvoll. Was sie brauchen und was sie erfolgreich macht, untersuchte die DW Akademie. 

Die Studie finden Sie hier auf Englisch.  

Im aufgeschlagenen Report ist eine Karte von Europa zu sehen, auf den Ländern stehen Zahlen. Der Text erläutert auf Englisch, dass 709 Verletzungen in 35 Ländern im ersten Halbjahr 2025 gezählt wurden, die 1249 Journalistinnen und Journalisten und Medienhäuser betrafen.

Monitoring Report: Pressefreiheit in Europa 2025

Im ersten Halbjahr 2025 gab es 709 Verstöße gegen die Pressefreiheit in 35 EU-Mitgliedstaaten und Kandidatenländern. Das zeigt der jüngste MFRR Monitoring Report von ECPMF und anderen Organisationen. Journalist*innen sehen sich zunehmend Bedrohungen ausgesetzt – unter anderem in Serbien, Ungarn und Georgien.

Hier geht’s zum vollständigen Report.

Projekte

DW Akademie: Space for Freedom

Ein Kameramann lehnt über seiner Kamera, die im Vordergrund auf einer Mauer steht. Sein Gesicht wird von einer Kappe verdeckt.

Die Projekte von Space for Freedom der DW Akademie und lokalen Partnerorganisationen eröffnen Journalist*innen sowie Medien im Exil neue Perspektiven.

Ziel ist, die berufliche Existenz von Medienschaffenden aus Belarus, Russland und Mittelamerika, die in Exilländer geflüchtet sind, zu sichern. Gleichzeitig werden Strukturen und Ressourcen aufgebaut, um die unabhängige Berichterstattung durch Exiljournalist*innen und Exilmedien aufrechtzuerhalten.

Weitere Informationen

Projekte

European Centre for Press and Media Freedom: Voices of Ukraine

Das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) unterstützt seit Beginn der großflächigen Invasion der Ukraine ukrainische Medien, um die kontinuierliche Arbeit der Journalist*innen zu gewährleisten und um zur Stärkung des unabhängigen Journalismus beizutragen.

Das Programm „Voices of Ukraine“ bietet Unterstützung durch Nothilfezuschüsse, Technik, Versicherungen für Journalisten an der Front, Schulungen, Kurzzeit- und Langzeitresidenzen sowie spezielle Unterstützung für Journalistinnen und bei Publikationen.

Weitere Informationen

Members of the media covering Russia's war on Ukraine in Kyiv (Kiev) Ukraine, March 14, 2022.

Projekte

JX Fund: Wiederaufbau von Redaktionsstrukturen im Exil

Der JX Fund hilft Medienschaffenden mit einem umfassenden Programm unmittelbar nach ihrer Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten schnell und flexibel dabei, ihre Arbeit weiterzuführen.

Er stärkt unabhängige Medien im Exil auch über eine Phase akuter Aufmerksamkeit hinaus durch den nachhaltigen Aufbau neuer Redaktionsstrukturen, damit sie mit ihren Inhalten ihr Publikum in den Heimatländern weiterhin erreichen.

Weitere Informationen

Projekte

Media in Cooperation and Transition: Critical Voices Fellowship

Das MiCT Fellowship for Critical Voices richtet sich an gefährdete Journalist*innen und Medienschaffende aus Krisen- und Konfliktregionen, mit dem Ziel, die Fortsetzung ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen. Die ganzheitlichen und unmittelbaren Schutzmaßnahmen des Programms umfassen die Bereiche Sicherheit, Lebensunterhalt, (psychische) Gesundheit, Integration und Legalisierung, Umsiedlung und berufliche Weiterentwicklung. Darüber hinaus haben Stipendiat*innen Zugang zu einer globalen Gemeinschaft von Medienfachleuten, die gemeinsame Werte teilen und als Leuchtturm der Solidarität und Unterstützung dienen.

Bisher haben über 530 Journalist*innen und Medienschaffende aus mehr als 20 Ländern, darunter Afghanistan, Belarus, Libyen, Myanmar, Russland, der Ukraine, Sudan und andere globale Notsituationen, von dem Programm profitiert.

Weitere Informationen

Eine Journalistin mit Helm und Schutzweste hält eine Kamera in ihrer Hand. Im Hintergrund stehen zwei Personen in Armeebekleidung.

Triff die Hannah-Arendt-Initiative

Foto-Ausstellung des Open Eye Award

MiCT Roof, Brunnenstraße 9, 10119 Berlin-Mitte (Hinterhof, 5. OG)

Der Award würdigt herausragenden Fotojournalismus aus Krisen- und Konfliktregionen. Die ausgestellten Fotografien stammen von Stipendiatinnen und Stipendiaten des MiCT Fellowship for Critical Voices, unter anderem aus der Ukraine, Georgien, Palästina, Syrien und Myanmar. Das MiCT Fellowship for Critical Voices ist ein Schutzprogramm für bedrohte Medienschaffende aus Kriegs- und Krisengebieten und Teil der Hannah-Arendt-Initiative.


Podiumsdiskussion beim Café Kyiv “Frontline Journalism: How Local Media Defends Democracy Under Fire“

23.02.2026, Colosseum Berlin

Die Veranstaltung des ECPMF beleuchtet die Rolle lokaler und regionaler ukrainischer Medien unter Kriegsbedingungen – insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung von Desinformation, den Aufbau von Vertrauen und die Aufrechterhaltung demokratischer Diskurse trotz erheblicher Sicherheits- und Ressourcenbeschränkungen.

Paneldiskussion und Q&A “Crises in Context: How Exiled Journalists Help Safeguarding Information Across Borders”

10.03.2026, 18:00 Uhr, Publix, Hermannstr. 90, 12049 Berlin

Der JX Fund lädt zu einer Abenddiskussion über die Rolle des Exiljournalismus in Zeiten politischer Krisen und gesellschaftlicher Umbrüche ein.

Anmeldung: https://forms.gle/fhQaFGqWyUizbSV48

Speaker:

  • Gabriela Ramirez (Venezuela) Investigative Journalistin, Unbias the News / Hostwriter
  • Koumay Al-Mulhem (Syrien)Chefredakteur, Khatt30.com
  • Maryam Mardani (Iran) Journalistin und Autorin, Amal, Berlin!

Moderation: Christian Mihr, Geschäftsführer für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen


Panel „Journalismus im Exil“ im Rahmen der Walter-Benjamin-Woche

16.03.2026, 19-21 Uhr, Goethe-Institut Barcelona

Die Walter-Benjamin-Woche 2026, organisiert vom Deutschen Generalkonsulat Barcelona in Kooperation mit dem Goethe-Institut Barcelona, steht unter dem Motto „Denken heißt Segel setzen“ – Kunst und Kommunikation im digitalen Zeitalter”. In der Diskussionsrunde zum Thema Exiljournalismus wird Johannes Metzler, Leiter der Koordinierungsstelle der Hannah-Arendt-Initiative, als Sprecher teilnehmen.

Speaker:

  • Johannes Metzler (Hannah Arendt Initiative)
  • Alfonso Bauluz (Präsident Reporter ohne Grenzen Spanien)
  • Sasha Molotkova (Dozentin Abat Oliva CEU)
  • Arsenio Rodriguez Quintana (Essayist, Historiker)

Moderation: Linda Osusky (Journalistin)

Meet the Hannah Arendt Initiative @ Perugia

15.04.2026, Hotel Priori Secret Garden, Perugia

Begleiten Sie uns zu einem informellen Abend mit Networking, Getränken und Canapés, einer wunderschönen Aussicht und noch besseren Gesprächen.

Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung in die Hannah-Arendt-Initiative, gefolgt von vier kompakten Projektvorstellungen, die Einblicke, Werkzeuge und Erkenntnisse aus unserer weltweiten Arbeit zum Schutz und zur Unterstützung von Journalistinnen und Journalisten geben. Diese Schwerpunkte spiegeln den Kernauftrag der Initiative wider: die Sicherheit, Resilienz und Unabhängigkeit von Medienschaffenden weltweit zu stärken.

Kontakt für Teilnahmeinteresse: info@hannah-arendt-initiative.de

Lviv Media Forum 2026 “Reality Under Attack: Flight, Freeze, or Fight?”

14–16.05.2026, Lviv, Ukraine

Die Konferenz bringt erneut ukrainische und internationale Medienexpertinnen und -experten, öffentliche Intellektuelle, Forschende, politische Entscheidungsträger sowie Vertreter von Behörden und internationalen Organisationen zusammen, um offen über die Herausforderungen zu diskutieren, vor denen Medien und Gesellschaft heute stehen.

 

Das Lviv Media Forum wird von ECMF, einem Partner der Hannah Arendt Initiative, unterstützt.

Reporter Slam der Hannah Arendt Initiative auf dem DW Global Media Forum 2026

23.06.2026, World Conference Center Bonn

Das DW Global Media Forum 2026 findet am 23. und 24. Juni unter dem Motto “Journalism out loud” in Bonn statt. Mit einem Reporter Slam macht die Hannah-Arendt-Initiative auf die Bedrohungen aufmerksam, denen Medienschaffende weltweit ausgesetzt sind. Die Anmeldung zur Konferenz beginnt am 1. April.

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